Grundsätze Ordnungsgemäßer Buchführung

Durch Schreiben vom 14.11.2014 hat das BMF die Grundsätze neu gefasst.

Hiernach müssen vollständige, am besten laufend durchnummerierte Belege vorhanden sein (ggfs. Eigenbelege), um Betriebsausgaben nachzuweisen. Kontoauszüge etc. müssen spätestens nach 10 Tagen sortiert vorliegen, d.h. es ist erforderlich, laufend die Kontoauszüge abzuholen.

Finanzbuchhaltungen sollen innerhalb von 14 Tagen gefertigt sein, eine Festschreibung (d.h. Abschluss) der Buchhaltung muss spätestens zum Ende des Folgemonats erfolgt sein.

Grundsätzlich sind nach diesem Schreiben alle Vorgänge monatlich zu buchen. Wie diese Regelung bei vierteljährlichen Buchhaltungen oder jährlichen Buchhaltungen in der Praxis genau umgesetzt werden soll, bleibt abzuwarten. Eigentlich sind diese Formen der Buchhaltung danach nicht mehr zulässig.

Belege für Anlagevermögen sollen jetzt nicht 10 Jahre nach der Anschaffung, sondern 10 Jahre nach dem Ende der Abschreibung aufbewahrt werden. Das BMF fordert sogar eine schriftliche Verfahrensdokumentation, in der diese Vorgänge zur Sicherstellung einer ordnungsgemäßen Buchhaltung dokumentiert sind.

Wenn diese Vorgaben nicht erfüllt sind, liegt grundsätzlich ein wesentlicher Mangel in der Buchführung vor mit der Folge, dass im Zuge von Betriebsprüfungen pauschale Hinzuschätzungen an der Tagesordnung wären. Die Steuerberaterverbände fordern hier auf jeden Fall noch Änderungen bzw. Nachbesserungen. Wie die Betriebsprüfer tatsächlich mit diesem Schreiben umgehen, müssen wir einmal abwarten. Das komplette Schreiben ist abrufbar unter www.bundesfinanzministerium.de , Rubrik Service.

Quelle: Fricke Steuerberatung - Mandantenrundschreiben März 2015

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